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Mittwoch, 28. Januar 2009

It's magic...


Da ich in nächster Zeit toe up Socken stricken möchte,habe ich die "Magic Cast-on" Technik nach Judy Becker ausprobiert.Bei Arlene gibt es eine ganz tolle deutsche Übersetzung dafür.
Und ich bin begeistert! Diese Art des Maschenanschlags ist absolut unsichtbar...das ist wirklich Magie :)





Der "Magic Cast-on" sieht aus wie eine ganz normale rechts gestrickte Reihe.Übrigens ist das ganze nicht so schief wie es auf dem Foto aussieht,mein Model hat sich zwar große Mühe gegeben,aber seine Füße sind einfach zu groß... ;)



Magie und Socken....dazu passt doch ein kleines Märchen,oder?

Das Kätzchen und die Stricknadeln

Es war einmal eine arme Frau, die in den Wald ging, um Holz zu lesen. Als sie mit ihrer Bürde auf dem Rückwege war, sah sie ein krankes Kätzchen hinter einem Zaun liegen, das kläglich schrie. Die arme Frau nahm es mitleidig in ihre Schürze und trug es nach Hause zu. Auf dem Wege kamen ihre beiden Kinder ihr entgegen und wie sie sahen, daß die Mutter etwas trug, fragten sie: "Mutter, was trägst Du?" und wollten gleich das Kätzchen haben; aber die mitleidige Frau gab den Kindern das Kätzchen nicht, aus Sorge, sie möchten es quälen, sondern sie legte es zu Hause auf alte weiche Kleider und gab ihm Milch zu trinken. Als das Kätzchen sich gelabt hatte und wieder gesund war, war es mit einem Male fort und verschwunden. Nach einiger Zeit ging die arme Frau wieder in den Wald, und als sie mit ihrer Bürde Holz auf dem Rückwege wieder an die Stelle kam, wo das kranke Kätzchen gelegen hatte, da stand eine ganz vornehme Dame dort, winkte die arme Frau zu sich und warf ihr fünf Stricknadeln in die Schürze. Die Frau wußte nicht recht, was sie denken sollte, und es dünkte diese absonderliche Gabe ihr gar gering; doch nahm sie die Stricknadeln, und zeigte sie ihren Kindern und legte die fünf Stricknadeln des Abends auf den Tisch. Aber als die Frau des andern Morgens ihr Lager verließ, siehe, da lag ein Paar neue fertig gestrickte Strümpfe auf dem Tisch. Das wunderte die arme Frau über alle Maaßen und am nächsten Abend legte sie die Nadeln wieder auf den Tisch, und am Morgen darauf lagen neue Strümpfe da. Jetzt merkte sie, daß zum Lohn ihres Mitleids mit dem kranken Kätzchen ihr diese fleißigen Nadeln bescheert waren, und ließ dieselben nun jede Nacht stricken, bis sie und die Kinder Strümpfe genug hatten. Dann verkaufte sie auch Strümpfe, und hatte genug, bis an ihr seliges Ende.

Ludwig Bechstein 1801 - 1860

1 Kommentar:

  1. Diese Möglichkeit Socken zu stricken, hab ich noch nie probiert. Hab mir deinen Link dazu abgespeichert. Danke
    Dein Märchen gefällt mir. Was fleißige Hände alles schaffen können!
    L.g. Elfi

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