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Mittwoch, 27. Mai 2009

Lichtbaum


Das Birkenbäumchen
Ich weiß den Tag, es war wie heute,
ein erste Maitag, weich und mild,
und die erwachten Augen freute
das übersonnte Morgenbild.


Der frohe Blick lief hin und wieder,
wie sammelt er die Schätze bloß?
So pflückt ein Kind im auf und nieder
sich seine Blumen in den Schoß.


Da sah ich dicht am Wegesaume
ein Birkenbäumchen einsam stehn,
rührend im ersten Frühlingsflaume.
Konnt' nicht daran vorübergehn.


In seinem Schatten stand ich lange,
hielt seinen schlanken Stamm umfaßt
und legte leise meine Wange
an seinen kühlen Silberbast.


Ein Wind flog her, ganz sacht, und wühlte
im zarten Laub wie Schmeichelhand.
Ein Zittern lief herab, als fühlte
das Bäumchen, daß es Liebe fand.


Und war vorher die Sehnsucht rege,
hier war sie still, in sich erfüllt;
es war, als hätte hier am Wege
sich eine Seele mir enthüllt.


Gustav Falke


Für die Kelten war die Birke der Lichtbaum schlechthin, der Baum der Bescheidenheit und des Wissens um das Wesentliche. So galt seit altersher die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisierte.

Die Signaturen der Birke

Die Birke mit ihrer weißen Rinde stand immer für Reinheit. Paracelsus brachte die Signaturen der Pflanzen in ein Ordnungssystem, in dem bestimmte Qualitäten nach Planetenbegriffen, die als Ursymbole zu betrachten sind, geordnet. Die Birke liebt und bewegt Wasser im Boden. Der Mond bewegt Flüssigkeit im Menschen. Als Mondpflanze wurde die Birke als Mittel betrachtet, das im Körper Flüssigkeit mobilisieren kann und so beim Entschlacken hilft. Dem Mond unterstehen auch die Lymphe und die Haut. Gleichzeitig zeigen die lichtgrünen herzförmigen Blätter Venussignatur. Somit betrachtete man Birkenblätter als Heilmittel für die Schönheit und das kann man eigentlich auch aus phytotherapeutischer Sicht bestätigen.

(Quelle: http://magazine.orf.at/alpha/programm/2009/090326_jahreskreis_birke.htm)

Kommentare:

  1. auch hier in unserer gegend wurden bäume nach dem keltischen baumkreisprinzip gepflanzt, in dem auch die birke ihren platz hat. was ich nicht wusste: dass die kelten einst im frühling aus den rinden saft gezapft und daraus eine art likör gebraucht haben sollen, der dann zur tag-und-nacht-gleiche feierlich verkostet wurde :)

    sehr interessante dinge hast du da über den birkenbaum geschrieben. ich mag diese baumart ja sehr :)

    lieben gruss, rena

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  2. Birke angezapft und der Saft gewonnen, soll angeblich die Haare sprießen lassen :-))
    spannend was du über die Birke noch alles gefunden hast.
    das Blättchen am Stamm herausgewachsen - ein tolles Foto
    liebe Grüße Elfi

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  3. Ja,die Birke ist eine große Heilerin.

    @Rena

    Das wusste ich auch nicht,kann es mir aber sehr gut vorstellen,da die Birke bei den Kelten für den Anfang/Neubeginn stand und somit wäre die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche ein guter Anlass für ein solches Birken-Getränk :)

    LG Barbara

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