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between the lines

Sonntag, 9. August 2009

Fernöstliche WortBlüten



In jedem Frühling, wenn der Hauch
der Goldorangenblüten mich umweht,
ist mir, als spürte ich
den Duft des Kleides wieder,.
das die Geliebte trug in meiner Jugend.

Ariwara no Nahihira


Warum sinken die Blüten nieder,
da doch die schimmernde Erde
sich mit dem Duft des Himmels eint?

Ki No Tomonori



Ich mag die fernöstliche Lyrik sehr;ihre meist so sanften Wortbilder,die zugleich sehr kraftvoll sind und die ich - ja- fühlen kann.Wenngleich mir das umfassende Verständnis wohl oft fehlt;sind doch die Wurzeln dieser Wortblüten aus einer ganz anderen Kultur,Mentalität und Religion.In der ostasiatischen Dichtung finden sich andere WortBilder,Methaphern,Symbole als in der europäischen.Schreibt ein ostasiaitischer Dichter z.B. von den Blüten des Frühlings,so kann er damit zugleich auf die erblühende Schönheit junger Mädchen anspielen. Dennoch erreicht mich die lyrische Botschaft und schenkt mir das,was mir so wichtig ist: Stille.


Mondnacht hält das Meer im silbernen Netz
achtlos verstreut blinken am Strand Millionen Juwelen.
Die Welle kommt und bringt das eine
nur für Dich bestimmte Blatt.

Din San



Du ruhst und spiegelst dich in dir
zu schön, um ungesehn in hoher Einsamkeit zu blühn
Die Schatten wandern fort
bald wird es Abend sein


Uh Chin

Kommentare:

  1. sehr sinnreiche Vierzeiler,
    Zeile für Zeile gelesen,
    Vergleiche angestellt.
    regen einfach zum Nachdenken an.
    Manches wirkt erst nach Tagen nach und bringt den Sinn ans Licht.
    noch einen ruhigen Sonntag wünsch ich dir

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  2. Seufz ...

    Danke für die herrlichen Aufnahmen und die bewegenden Zeilen ...

    Kirstin

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  3. Hallo Barbara,
    sehr sinnlicher und beruhigender in sich gehender Post mit wunderschönen Bilder.
    Liebe Grüße und einen angenehmen Sonntag wünscht dir,
    Elke.

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  4. Hallo liebe Barbara,
    vielen Dank, für deinen wundervollen und sehr zu Herzen gehenden Post, der so gut zu meiner Stimmung und dem passt, was ich vorhin gepostet habe ;)!

    Einen wunderschönen Sonntagabend und GLG, herzlichst Jade

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  5. Wenn Worte überflüssig werden,
    weil der Augenblick
    bis an den Rand
    mit Sinn gefüllt ist,
    beginnt das Leben
    unwiderstehlich
    von sich zu erzählen
    und führt uns
    mitten hinein in
    faszinierende Geschichten -

    wenn wir nur lauschen.


    aus "Du bringst mir Glück"
    von Hans Gruppa

    Dank Dir, Mia

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  6. da teilen wir eine besondere liebe, ich mag diese art der poesie auch, liebe barbara. wie du sie hier mit ebenso zarten bildern verbunden hast, das ist schon wieder einmalig.

    ich möchte dich herzlich bitten, dir aus meinem blog einen preis abzuholen. ich denke, du weisst, wie gern ich dein blog hier besuche und daher auch, warum ich dir jeden preis dafür geben würde und möchte !!

    alles liebe, rena

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