invitation

close your eyes
open up your soul
hear the silence
and feel...
between the lines

Montag, 31. August 2009

Ein Versprechen eingelöst

Seit heute Nachmittag sind die Quadrate für Birgit's tolle Aktion für die Schmetterlingkinder auf dem Weg zu ihr.Ich freue mich dass ich sie ein wenig unterstützen konnte :)

Liebe Birgit,ein ganz herzliches Dankeschön von mir zu Dir für Dein tolles Engagement!

"Gebende Hände sind immer helfende Hände."

Sonntag, 30. August 2009

A Christmas Wish


Meine Patchwork und Stick"Kunst" steckt noch in den Kinderschuhen.Lange Zeit konnte ich mit dem Patchen nicht viel anfangen,ich verstand nicht so recht,warum man Stoffe zerschneidet nur um sie anschließend wieder zusammen zu nähen *lach*
Nein,mir fehlte einfach der Blick/das Gefühl dafür.... alles hat seine Zeit.

Inzwischen habe ich viel erfahren,über eine sehr alte Tradition,über zahlreiche traditionelle Blöcke,die alle ihren eigenen Namen tragen.

Das Sticken verband ich lange Zeit mit - in meinen Augen -altmodischen KreuzstichStickereien.Auch hier hat sich mein Blick verändert,ich durfte entdecken,wie vielfältig die Muster und Möglichkeiten sind,unerschöpflich.

Von der Designerin Gail Pan gibt es seit einiger Zeit einen kostenlosen BOM mit dem Namen "A christmas wish".Diese Stickereien mochte ich von Anfang an.....

believe - ein wichtiger Gedanke
glauben - an sich selbst,die eigene Kraft,
aber auch
an Wünsche,Träume,Visionen

...aber erst als ich vor Kurzem in einem Blog ein fertig gesticktes und "gerahmtes" Motiv gesehen habe,hat mich die Begeisterung richtig gepackt,denn der "Rahmen" des Motivs war ein Sternenmuster - was passt besser zu Weihnachten als ein Stern?
Dazu bot es mir die Gelegenheit einen der traditionellen Patchwork Blöcke auszuprobieren: "Flying geese", um daraus einen "Sawtooth Star" zu nähen.
Et violà:

Ich bin total begeistert,ich finde es wunderschön!(wobei es im Original noch viel schöner ist,die Farben stimmen mal wieder nicht...z.B. ist der Stoff von den Zacken weinrot und die Herzchen darauf goldfarben)
Allerdings ist es nicht ganz perfekt.... das Stickmotiv ist nicht genau in der Mitte und eigentlich sollte an den Mittelteilen (siehe Pfeil-Markierungen auf dem unteren Bild) auch Spitzen sein... :(

Aber ich bin ja auch nicht perfekt - zum Glück! :)

Donnerstag, 27. August 2009

Für Gäste


"Das beste am Baum sind die Äste,das beste am Fest sind die Gäste."

(Verfasser unbekannt/Quelle: http://www.zitate.de/)

Ein kleines Zwischendurch-Bahnfahrt-Projekt...

Ein kleines Gästehandtuch aus Baumwollgarn,gestrickt in einem einfachen Schachbrett-Muster (damit das Handtuch auf beiden Seiten gleich aussieht) und mit jeweils einer Runde feste Maschen bzw. Stäbchen und Krebsmaschen umhäkelt <- die mag ich ja gar nicht häkeln,aber es ergibt einfach einen "sauberen",stabilen Rand.

(bitte das nachfolgende Zitat mit einem Augenzwinkern lesen ;)


"Auch die Taktlosigkeit hat ihre Metaphysik. Warum besuchen uns manche Menschen immer genau dann, wenn sie uns am lästigsten sind?"

Oswald Bumke

Dienstag, 25. August 2009

SeptemberMotto Verlosung

Eigentlich sollte ich ja nicht darauf hinweisen,denn schließlich möchte ich gewinnen,aber ich tue es trotzdem ;)




Fee von Ohrkrone sucht wieder ein Monats Motto für ihre wunderschönen Schmuckkreationen.

Bis Freitag darf jeder einen Vorschlag machen,danach wird abgestimmt.Unter allen die einen Vorschlag machen,verlost Fee ein Paar Blütenohrringe,deren Farbe sich der Gewinner aussuchen darf.

Letzte Mal war ich ein paar Stunden zu spät dran,aber dieses Mal habe ich rechtzeitig mitgemacht.Mein Vorschlag lautet: "Die fünfte Jahreszeit" :)

Die genauen Regeln und die ersten Vorschläge findet ihr hier.
Die fünfte JahresZeit


Das Licht draussen hat sich verändert.Fast unmerklich.Fast über Nacht.
Bei vielen spüre ich Melancholie,ich aber genieße diese Zeit zwischen den Zeiten.
Zeit auch für einen meiner Lieblingstexte,den ich immer wieder,immer in dieser magischen ZwischenZeit lese,betrachte,nachspüre.


»Kurz und knapp, Herr Hauser! Hier sind unsere vier Jahreszeiten. Bitte: Welche –?«

Keine. Die fünfte.


»Es gibt keine fünfte.«


Es gibt eine fünfte. – Hör zu: Wenn der Sommer vorbei ist und die Ernte in die Scheuern gebracht ist, wenn sich die Natur niederlegt, wie ein ganz altes Pferd, das sich im Stall hinlegt, so müde ist es – wenn der späte Nachsommer im Verklingen ist und der frühe Herbst noch nicht angefangen hat –: dann ist die fünfte Jahreszeit.


Nun ruht es. Die Natur hält den Atem an; an andern Tagen atmet sie unmerklich aus leise wogender Brust. Nun ist alles vorüber: geboren ist, gereift ist, gewachsen ist, gelaicht ist, geerntet ist – nun ist es vorüber. Nun sind da noch die Blätter und die Gräser und die Sträucher, aber im Augenblick dient das zu gar nichts; wenn überhaupt in der Natur ein Zweck verborgen ist: im Augenblick steht das Räderwerk still. Es ruht.


Mücken spielen im schwarz-goldenen Licht, im Licht sind wirklich schwarze Töne, tiefes Altgold liegt unter den Buchen, Pflaumenblau auf den Höhen ... kein Blatt bewegt sich, es ist ganz still. Blank sind die Farben, der See liegt wie gemalt, es ist ganz still. Boot, das flußab gleitet, Aufgespartes wird dahingegeben – es ruht.

So vier, so acht Tage – Und dann geht etwas vor. Eines Morgens riechst du den Herbst. Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig; es hat sich eigentlich gar nichts geändert – und doch alles. Es geht wie ein Knack durch die Luft – es ist etwas geschehen; so lange hat sich der Kubus noch gehalten, er hat geschwankt ... , na ... na ... , und nun ist er auf die andere Seite gefallen. Noch ist alles wie gestern: die Blätter, die Bäume, die Sträucher ... aber nun ist alles anders. Das Licht ist hell, Spinnenfäden schwimmen durch die Luft, alles hat sich einen Ruck gegeben, dahin der Zauber, der Bann ist gebrochen – nun geht es in einen klaren Herbst. Wie viele hast du? Dies ist einer davon. Das Wunder hat vielleicht vier Tage gedauert oder fünf, und du hast gewünscht, es solle nie, nie aufhören. Es ist die Zeit, in der ältere Herren sehr sentimental werden – es ist nicht der Johannistrieb, es ist etwas andres. Es ist: optimistische Todesahnung, eine fröhliche Erkenntnis des Endes. Spätsommer, Frühherbst und das, was zwischen ihnen beiden liegt. Eine ganz kurze Spanne Zeit im Jahre.


Es ist die fünfte und schönste Jahreszeit.

(aus:Kurt Tucholsky: Kaspar Hauser/Die Weltbühne, 22.10.1929, Nr. 43, S. 631.)

Montag, 24. August 2009

Schlaflos in BW...


Einen großen Vorteil hat es ja,wenn es so wie in den letzten Tagen viel zu heiss ist um schlafen zu können: Frau hat jede Menge Zeit zum Stricken.So ist innerhalb kürzester Zeit aus diesem Schätzchen:

Schönfärberei Sockenwolle
5o% Schurwolle/ 35% Bambus/ 15% Polyamid


...dies hier entstanden:

Ishbel - kleine Version


Design: Ysolda
Nadelstärke: 2,5 mm
Größe: ca. 105 x 40 cm
(bewusst mit dünneren Nadeln gestrickt weil Tochterkind sich ein kleines Halstuch gewünscht hatte)


Und was passiert wenn Frau dann doch nicht so ganz wach ist,sieht man deutlich...die kleine Quaste ist nicht wirklich dort wo sie sein sollte.... *lach* Natürlich ist das inzwischen korrigiert,ich wollte es euch nur nicht vorenthalten.

Die Idee mit der Quaste habe ich bei Mandala entdeckt.Sie ist übrigens Schuld daran,dass ich diesem Tuch nicht länger widerstehen konnte und mich jetzt davor fürchten muss,dass es sich wie bei vielen anderen zum Virus entwickelt.... *lach*
Die Ishbels von Mandala sind wunderschön,aus ganz verschiedenen Garnen und teilweise mit eingearbeiteten Rocailles,was ich mit ziemlicher Sicherheit auch noch ausprobieren werde.
Danke für die Inspiration!

Fazit: Tolles Garn,wundervoll harmonisch gefärbt und Dank der tollen Anleitung ruck-zuck gestrickt.Macht Lust auf mehr :) - sowohl das Garn als auch Ishbel.

Sonntag, 23. August 2009

Erntezeit-


Was wachsen und reifen durfte,darf nun geerntet werden.

Apfelkantate - Das Apfeljahr

Der Apfel war nicht gleich am Baum
da war erst lauter Blüte,
das war erst lauter Blütenschaum
und lauter Lieb und Güte.
Dann waren Blätter grün an grün
und grün an grün nur Blätter,
Die Amsel nach des Tages Mühn,
sie sang ihr Abendlied gar kühn
und auch bei Regenwetter.
Der Herbst, der macht die Blätter steif
der Sommer muss sich packen.
Hei! Dass ich auf die Finger pfeif
da sind die ersten Äpfel reif
und haben rote Backen.
Und was bei Sonn' und Himmel war
erquickt nun Mund und Magen
und macht die Augen hell und klar.
So rundet sich das Apfeljahr
und mehr ist nicht zu sagen.


Mathias Claudius (1740 - 1815)

Zwischendurch den Blick himmelwärts gerichtet:

*Gute Fahrt!*

Und heute:

Zwetschgen-Marmelade mit Amaretto

/mit und ohne Mandelstifte

Mittwoch, 19. August 2009

Mir war' als hört' ich...


...
Mir war' als hört' ich verschollne Sagen,
Uralte, liebliche Märchen,
Die ich einst, als Knabe,
Von Nachbarskindern vernahm,
Wenn wir am Sommerabend,
Auf den Treppensteinen der Haustür,
Zum stillen Erzählen niederkauerten,
Mit kleinen, horchenden Herzen
Und neugierklugen Augen; -
Während die großen Mädchen,
Neben duftenden Blumentöpfen,
Gegenüber am Fenster saßen,
Rosengesichter,
Lächelnd und mondbeglänzt.


(Auszug aus: "Abenddämmerung" von Heinrich Heine)




Dienstag, 18. August 2009

For my young lady :)

Dieses Jäckchen hatte ich begonnen,doch dann ist mir das Zauber-Tuch dazwischen gekommen... Tochterkind hatte sich viel Mühe gegeben nicht "sauer" zu sein,deshalb habe ich mich jetzt sehr beeilt damit es fertig wird ;)


Es ist ein Häkel-Jäckchen mit gestrickten Ärmeln (Tochterkind wollte es so knapp!)

Lana Grossa Modell des Monats Juni 2009

(klick)

Größe: 36

Garn: Lana Grossa "Puntino" Fb. 018

Die Farbe auf den Fotos stimmt leider überhaupt nicht,das Garn hat diese Farbe:

Sonntag, 16. August 2009

Achtsamkeit


Achtsam durch den Tag gehen,ihm achtsam begegnen.
Achtsam sein,nicht nur die Augen sondern auch die Seele öffnen,um all die Kleinigkeiten zu sehen,die dieser Tag mir schenkt.
Es gibt so viele kleine Dinge,die so groß sein können,wenn man sie be-achtet.
So wie die Blüten über mir,über meiner Augenhöhe.


Oder die Winzigkeit zu meinen Füßen.

Auch sie möchten be-achtet werden.Wenn ich ihnen mit Achtsamkeit begegne,schenken sie mir ein Lächeln.


Und so möchte ich auch den Menschen begegnen;in Achtsamkeit. Ich nehme wahr wer sie sind,wie sie sind,was sie beschäftigt. Achtsamkeit und Annehmen.


Wenn Achtsamkeit etwas Schönes berührt,
offenbart sie dessen Schönheit.
Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt,
wandelt sie es um und heilt es.
(Thich Nhât Hanh)

Samstag, 15. August 2009

Tuch Zauberei


Mir geht es wie Jule mit ihrem Kiri - ich bin total verliebt in mein neues Tuch:

Es ist genau so wunderschön geworden wie ich es mir vorgestellt habe,deshalb gibt es jetzt auch eine kleine Bilderflut :)

Tuch Zauberei


Schulterlänge: ca. 150 cm
Rückenlänge: ca. 70cm
Gewicht: 150 g


Wolle: Tuch kit von der Zauberwiese in beige
Design/Entwurf: Ingrid von Ingrid's Strickpraxis

Das Stricken dieses Tuches war Genuß pur,schon das Fühlen der Garne war - wie Ingrid es so treffend beschrieben hat - ein Fest für die Sinne,zu erleben wie perfekt die von ihrer Strucktur und Beschaffenheit doch so verschiedenen Garne zusammen harmonieren und diese Symphonie bilden,war und ist ein wundervolles Erlebnis.

Eigentlich ist mir die reine rechts/links Strickerei viel zu langeweilig,ich mag eher komplizierte Muster,aber in diesem Fall ist mir das gar nicht so aufgefallen,ich war viel zu fasziniert.

Ja,ich bin wirklich verliebt :) Eigentlich schade dass es schon fertig ist....ich fürchte ein zweites sieht mein Budget dann doch eher nicht vor ;)

Die Anleitung ist übrigens wirklich perfekt und für Anfänger auf jeden Fall geeignet (sofern man das als Nicht-Anfänger beurteilen kann)

Freitag, 14. August 2009

SchmetterlingsKinder-Aktion

Gerade habe ich bei Birgit eine wundervolle Idee für die Schmetterlingskinder entdeckt.Die Aktion geht zwar nur bis Ende August,aber noch ist ja ein bisschen Zeit. Ich möchte Birgit einfach zitieren:
"Was bedeuten Euch 55 cent und ca. 30 Minuten Zeit"
Nicht viel werden die meisten sagen, wenn sagen wir 100 Frauen genauso denken, und mir einen gehäkelten Block schicken, kann ich am Ende ca. 6 - 7 Decken für die Aktion Schmetterlingskinder fertigstellen, und verschicken.
Worum es genau geht könnt ihr bei Birgit nachlesen...Vielleicht hat ja noch jemand Lust ein bisschen zu häkeln?

Donnerstag, 13. August 2009

König Sommer


.......

König Sommer bereist sein Land
Bis an die fernsten Grenzen,
Die Ähren küssen ihm das Gewand,
Er segnet sie alle mit reicher Hand,
Wie stolz sie nun stehen und glänzen.

Es ist eine Pracht unterm neuen Herrn,
Ein sattes Genügen, Genießen,
Und jedes fühlt sich im innersten Kern
So reich und tüchtig. Der Tod ist so fern,
Und des Lebens Quellen fließen.

........

(Auszug aus: König Sommer/Gustav Falke)

Dienstag, 11. August 2009

Im Strickfieber...


...bin ich gerade :) Es macht so viel Freude dieses Tuch und die edlen Garne zu (ver-)stricken,dass ich gar nicht mehr aufhören kann/mag...in jeder freien Minute nehme ich die Nadeln in die Hand und genieße.... :)

Montag, 10. August 2009

August - ErnteMond

Der August

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
Und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät,muss mähen.
Und wer mäht muss säen.
Nichts bleibt,mein Herz.
Und alles ist von Dauer.

...

Erich Kästner

Noch ist die Fülle des Sommers da.

Vollhängende Bäume und Sträucher, goldgelbe Felder, Getreide das sich im Wind wiegt, der Duft von Kräutern in der Luft - all das schenkt uns eine Ahnung davon,wie reich die Natur ist,wie viel Fülle in ihr ist,wie viel sie gibt.

Am 1.August oder dem diesem Tag am nächstgelegenen Vollmond - in diesem Jahr am 6. August - wird Lughnasadh gefeiert.

Es ist ein Fest des Dankes.Was gesät wurde und zur vollen Größe heran gewachsen ist,gelangt nun zur Reife und kann bald geerntet werden.Die Zeit der Fülle und Erfüllung ist angebrochen. Es erinnert auch daran zu erkennen,dass zu jeder Ernte eine Zeit der Vorbereitung,der Vor-Arbeit gehört.

Spätsommer

Wenn das Gras der grünen Wiesen
Zeitig ist zur großen Mahd,
Wenn der Sommer seine Sense
Singen lässt durch reife Saat:

Dann soll deine Seele Sonne,
Kraft und Frucht und Ernte sein:
Schneide ruhig deine Ähren,
Führe deine Garben ein!

Otto Julius Bierbaum

(Quelle: http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de)

La notte die San Lorenzo-
die Nacht der Wünsche


Immer um den 10. August durchquert die Erde den Meteoritengürtel der Perseiden und es entsteht ein wahrhaft „himmlisches Feuerwerk“. Hunderte von Sternschnuppen ziehen im Laufe einer Nacht ihre feurige Bahn über den Himmel und sind alle mit bloßem Auge ohne Fernglas oder Teleskop zu sehen,besonders deutlich am südöstlichen Firmament.


Im Volksmund heißen die August-Sternschnuppen „Laurentiustränen“ und gehen auf den spanischen Märtyrer Laurentius zurück. Der Legende nach wurde Laurentius – einer der sieben Diakone der Stadt Rom - am 10. August 258 nach Christus vom Kaiser Valerius auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert, weil er den Kirchenschatz unter den Leidenden und Armen verteilt hatte. Seitdem regnet es an diesem Tag feurige Tränen vom Himmel.


Ich wünsche jedem einzelnen von Euch eine Sternschnuppe,die einen Wunsch mit sich nimmt damit er Erfüllung finden kann.

Sonntag, 9. August 2009

Fernöstliche WortBlüten



In jedem Frühling, wenn der Hauch
der Goldorangenblüten mich umweht,
ist mir, als spürte ich
den Duft des Kleides wieder,.
das die Geliebte trug in meiner Jugend.

Ariwara no Nahihira


Warum sinken die Blüten nieder,
da doch die schimmernde Erde
sich mit dem Duft des Himmels eint?

Ki No Tomonori



Ich mag die fernöstliche Lyrik sehr;ihre meist so sanften Wortbilder,die zugleich sehr kraftvoll sind und die ich - ja- fühlen kann.Wenngleich mir das umfassende Verständnis wohl oft fehlt;sind doch die Wurzeln dieser Wortblüten aus einer ganz anderen Kultur,Mentalität und Religion.In der ostasiatischen Dichtung finden sich andere WortBilder,Methaphern,Symbole als in der europäischen.Schreibt ein ostasiaitischer Dichter z.B. von den Blüten des Frühlings,so kann er damit zugleich auf die erblühende Schönheit junger Mädchen anspielen. Dennoch erreicht mich die lyrische Botschaft und schenkt mir das,was mir so wichtig ist: Stille.


Mondnacht hält das Meer im silbernen Netz
achtlos verstreut blinken am Strand Millionen Juwelen.
Die Welle kommt und bringt das eine
nur für Dich bestimmte Blatt.

Din San



Du ruhst und spiegelst dich in dir
zu schön, um ungesehn in hoher Einsamkeit zu blühn
Die Schatten wandern fort
bald wird es Abend sein


Uh Chin