invitation

close your eyes
open up your soul
hear the silence
and feel...
between the lines

Dienstag, 29. Juni 2010

SonnenMandala



"Nie bekümmert es die Sonne, dass einige ihrer Strahlen weit und vergeblich in undankbaren Raum fallen und nur ein kleiner Teil auf den reflektierenden Planeten.

Ralph Waldo Emerson, Essays and Poems"

Der Philosoph und die Sonne

Du edler Stern am hohen Himmelszelt, Du Herr und König deiner Brüder! Du bist so gut gesinnt – du wärmest uns die Welt, Und schmückst mit Blumen uns das Feld, Und machst den Bäumen Laub, den Vögeln bunt Gefieder; Du machst uns Gold, das Wunderding der Welt, Und Diamant, und seine Brüder; Kommst alle Morgen fröhlich wieder, Und schüttest immer Strahlen nieder –

Sprich edler Stern am hohen Himmelszelt, Wie wachsen dir die Strahlen wieder? Wie wärmest du? Wie schmückst du Wald und Feld? Wie machst du doch in aller Welt Dem Diamant sein Licht, dem Pfau sein schön Gefieder? Wie machst du Gold? Sprich liebe Sonn’, ich wüßt’ es gern. Die Sonne:Weiß ichs? Geh, frage meinen Herrn.

Matthias Claudius

Größe: ca. 18 x 18 cm

Von innen nach außen

zur Mitte

"Wenn wir die Ordnungen in uns schon nicht stabil halten können, dann zieht uns alles an, was eine stabile Ordnung verspricht. Ein Mandala macht das."

"Es gibt aber auch Menschen - manchmal begegnet man ihnen zur großen Freude - von denen eine solche Strahlkraft ausgeht, daß man sich sofort in ihrer Nähe wohlfühlt. Nichts hindert sie, das zu leben, wovon sie überzeugt sind, und das zu sagen, was ihre Intuition ihnen eingibt und sie für richtig halten. Es ist als ob das klare helle Sonnenlicht ungehindert durch ihre Seele und jede Zelle ihres Körpers flutet. Sie strahlen, und nichts in ihnen vermag diese Kraft aufzuhalten oder zu verschatten.

Peter Dyckhoff, Das mystische Gebet"



Herzliche Grüsse

Barbara


Samstag, 26. Juni 2010

Fantasia



Fantasie haben heißt nicht,
sich etwas auszudenken,
es heißt,
sich aus den Dingen etwas zu machen.

Thomas Mann

Stickvorlage von Bustle and Sew


"Auf den Flügeln der Fantasie"
Dieser Satz ist mir immer wieder in den Sinn gekommen während ich an diesem Kissen "gearbeitet" habe - deshalb "Fantasia" *lächel*

Vogel Phönix


Ein Märchen von Hans Christian Andersen


Im Garten des Paradieses, unter dem Baume der Erkenntnis, stand ein Rosenstrauch. Hier, in der ersten Rose, wurde ein Vogel geboren, dessen Flug war wie der des Lichts, herrlich war seine Farbe und herrlich sein Gesang.

Als aber Eva die Frucht der Erkenntnis brach und sie und Adam aus dem Garten des Paradieses gejagt wurden, fiel vom flammenden Schwerte des strafenden Engels ein Funken in das Nest des Vogels und zündete es an. Der Vogel starb in den Flammen, aber aus dem glühenden Ei flog ein neuer, der einzige, der stets einzige Vogel Phönix. Die Sage meldet, daß er in Arabien nistet und sich selbst jedes hundertste Jahr in seinem Neste verbrennt, und ein neuer Phönix, wieder der einzige in der Welt, fliegt aus dem glühenden Ei empor.

Der Vogel umflattert uns, schnell wie das Licht, herrlich von Farbe und herrlich klingt sein wundersamer Sang. Wenn die Mutter an der Wiege ihres Kindes sitzt, schwebt er über dem Kopfkissen und weht mit den Flügeln einen Glorienschein um des Kindes Haupt. Er fliegt durch die Stuben der Genügsamkeit, und Sonnenglanz breitet sich darüber und die ärmliche Kommode duftet nach Veilchen.

Doch der Vogel Phönix ist nicht allein der Vogel Arabiens. Er flattert im Nordlichtschein über die Eisfelder Lapplands, er hüpft zwischen den gelben Blumen in Grönlands kurzem Sommer. Über Faluns Kupferfelsen ist er zu sehen und in Englands Kohlengruben. Er huscht wie eine gepuderte Motte hin über das Gesangbuch in des frommen Arbeiters Händen. Er segelt auf dem Lotosblatt mit den heiligen Fluten des Ganges hinab und des Hindumädchens Augen leuchten bei seinem Anblick.

Vogel Phönix, kennst Du ihn nicht? Den Vogel des Paradieses, des Gesanges heiligen Schwan. Auf dem Tespiskarren saß er wie ein geschwätziger Rabe und schlug mit den schwarzen, hefetriefenden Flügeln. Über Islands Sängerharfe glitt des Schwanes roter, klingender Schnabel; auf Shakespeares Schultern saß er wie Odins Rabe und flüsterte ihm ins Ohr: Unsterblichkeit. Beim Sängerfeste flog er durch der Wartburg Rittersaal.

Vogel Phönix Kennst Du ihn nicht? Er sang Dir die Marsallaise vor, und Du küßtest die Feder, die aus seiner Schwinge fiel. Im Paradiesesglanze kam er, und Du wandtest Dich vielleicht fort und dem Sperling zu, der mit Schaumgold auf den Flügeln dasaß.
O, Du Vogel des Paradieses, in jedem Jahrhundert erneut, in Flammen geboren, in Flammen gestorben, Dein Bild hängt in Gold gefaßt in den Sälen der Reichen und selbst fliegst Du verirrt und einsam – eine Sage nur: Vogel Phönix in Arabien!

Im Garten des Paradieses, da Du geboren wurdest unter dem Baume der Erkenntnis in der ersten Rose, küßte Dich Gott und gab Dir Deinen rechten Namen – "Poesie".


Herzliche Grüsse

Barbara


Dienstag, 22. Juni 2010

mindless crocheting



Masche um Masche einfach der "Spur" folgen.
Ohne zählen.
Ohne mitdenken.
Mindless eben.



Kreatives Tun meiner Hände mit Raum die Gedanken wandern lassen zu können.
In welche Richtung auch immer sie möchten.


Schachenmayr Catania
Fb. Leinen und Crème


Oder nervenberuhigendes Tun während der Fußballspiele ;)

Ein altes TopflappenMuster neu entdeckt.
Und es macht richtig Spaß!
Ob ich einen TopflappenShop eröffnen sollte? Im Moment könnte ich noch drei bis dreißig davon häkeln ;)
Das Muster gibt es u.a. hier.


Herzliche Grüsse

Barbara


Sonntag, 20. Juni 2010

Jetzt wird's bunt!



Aus diesen kleinen bunten Ringen....

sind Blumen "gewachsen" :)

Entstanden ist ein Flower-Power-Gürtel für Tochterkinds allerbeste Freundin.

Blüten-Design: Sarah London "Hawaian Flowers" (den Link zur Anleitung reiche ich nach ;)

Edit: den direkten Link zu der Anleitung finde ich leider nicht mehr - sie ist irgendwo in Sarahs Blog "versteckt" :(
Aber wer sie haben möchte,kann mich gerne anmailen,ich habe sie als Word-Dokument abgespeichert
Umrandung "frei Schnauze" gehäkelt
Garn: Schachenmayr Catania

Heut wird das Leben
uns tragen
wir tanzen durch
Bars und Cafés
immer schneller
rückwärts über Autos
dein Lachen hell
Frühstück mit
Amaretto
gibts nach Mitternacht
noch bei mir
und dann
holen wir Farbtöpfe
und streichen
die Welt an

Heike Böning/aus: "Mit dir den Tag umarmen"/éditions trèves



Herzliche Grüsse

Barbara


Mittwoch, 16. Juni 2010

LaceKALendar - Juni





Denn nichts vermag den Glanz der Sonne
und ihren Widerschein im Meer zu überstrahlen.

Johann Wolfgang von Goethe


Das Thema im Juni ist das Meer,genauer gesagt: die Ebbe:


Low Tide


Wieder ein wunderschönes Muster,das mir sehr gut gefällt,aber ehrlich gesagt,kann ich es absolut nicht mit dem Thema Ebbe in Verbindung bringen....

Mit Wellen schon - kleine Perlen symbolisieren die Schaumkronen.

Dieses Mal habe ich Wachsperlen verwendet:

100 creme-farbene Wachsperlen

Größe: 3mm

Meer am Morgen

Herrlich schäumende Salzflut
im Morgenlicht,
die tiefen Bläuen
in weißen Stürzen auskämmend,
hin
über grünere Seichten
zur Küste stürmend -
aus-rollend dich nun,
die Felsen hochauf umleuchtend!
Metallgrün
stehen die runden rauschenden Büsche
vor deinen fernher schwärzlichen Böen,
und rötlich milchige Wolken
strecken sich lang
in den zärtesten Himmel
darüber.

Christian Morgenstern



Herzliche Grüsse

Barbara


Montag, 14. Juni 2010





Ich liebe die Sanftmut, und trete
ich über die Schwelle einer Einsamkeit,
öffne ich die Augen und lasse sie überlaufen
von der Süße ihres Friedens.

Ich liebe die Sanftmut über
allen Dingen dieser Welt.

Ich finde in der Beruhigung der Dinge
ein großes und ein stummes Lied.
Die Augen zum Himmel wendend,
gewahre ich im Erschauern der Wolken,
im Vogel, der vorüberzieht, und im Wind
die große Süße der Sanftmut.

Pablo Neruda


Herzliche Grüsse

Barbara


Sonntag, 13. Juni 2010

Willkommen im Juni



Licht sei um dich her
und erwärme dein Herz
Und der Fremde tritt näher
Und auch der Freund.

Irischer Segen

Licht und Helligkeit.
Der Sommer entfaltet sich.
Tausendfach.
In jedem Blatt,in jedem neuen Trieb,jeder Blüte.
Im satten Grün des Junis geborgen kann auch ich mich entfalten.
Inneres,eigenes Wachstum angespornt durch das Wachstum in Mutter Natur.

Mit Wind bekleidet,
Feuer atmend,
in der Umarmung
von Licht
und Finsternis
lasse ich mich hinein-
gebären in den Erdenfluss.

Cambra Maria Skadé

JuniZeit -
Zeit des Lichts
Zeit der Helligkeit
Zeit der Freude
Zeit des Lachens
Zeit der Liebe zum Leben

Juni

Schön wie niemals sah ich jüngst die Erde.
Einer Insel gleich trieb sie im Winde.
Prangend trug sie durch den reinen Himmel
ihrer Jugend wunderbaren Glanz.

Funkelnd lagen ihre blauen Seen,
ihre Ströme zwischen Wiesenufern.
Rauschen ging durch ihre lichten Wälder,
große Vögel folgten ihrem Flug.

Voll von jungen Tieren war die Erde.
Fohlen jagten auf den grellen Weiden,
Vögel reckten schreiend sich im Neste,
Gurrend regte sich in Schilf die Brut.

Bei den roten Häusern im Holunder
trieben Kinder lärmend ihre Kreisel;
singend flochten sie auf gelben Wiesen
Ketten sich aus Halm und Löwenzahn.

Unaufhörlich neigten sich die grünen
jungen Felder in des Windes Atem,
drehten sich der Mühlen schwere Flügel,
neigten sich die Segel auf dem Haff.

Unaufhörlich trieb die junge Erde
durch das siebenfache Licht des Himmels;
flüchtig nur wie einer Wolke Schatten
lag auf ihrem Angesicht die Nacht.

Marie Luise Kaschnitz

Man nennt den Juni auch Rosenmonat,da die Rosenblüte im Juni ihren Höhepunkt erreicht.

Juninächte (Aus "Dreizehnlinden")

Lieblich sind die Juninächte,
wenn des Abendrots Verglimmen
und des Morgens frühe Lichter
dämmern ineinander schwimmen;

Wenn der Lenz mit roten Rosen
rasch verblutet und die kleinen
Nachtigallen um den Toten
ihre letzten Lieder weinen;

Wenn im Kelch der Lindenblüte
unterm Blätterbaldachine
schläft, gewiegt von lauen Lüften,
die verirrte müde Biene.

Träumerisch im Nest der Schwalbe
zirpt die Brut und zwischert leise
von dem großen blauen Himmel
und der großen Südlandreise.

Und im Weizen schlägt die Wachtel,
jedem Pflüger liebe Laute,
liebe Laute all den Körnern,
die er fromm der Flur vertraute.

Durch die frisch entsproßnen Ähren
haucht ein Säuseln und ein Singen,
als ob holde Himmelsgeister
segnend durch die Saaten gingen.

Friedrich Wilhelm Weber



Herzliche Grüsse

Barbara


Mittwoch, 9. Juni 2010

"Auftrag" erledigt :)



„Ohne Begeisterung, welche die Seele mit einer gesunden Wärme erfüllt, wird nie etwas Großes zustande gebracht."

Adolph Freiherr Knigge


Draussen ist es ja endlich warm geworden,dennoch hat mein Neffe sich ein Körnerkissen gewünscht..... weil es sooo gut riecht wenn es erwärmt worden ist :)
Solche kleinen Wünsche erfülle ich doch gerne.

Und weil ich weiss,er schaut hier bei seiner Tante vorbei,versuche ich es spaßeshalber auf diesem Weg:


Lieber Daniel ,das ist Deins:


Wenn es Dir gefällt,kannst Du es gerne bei mir abholen ;)

Die Anleitung für diese Häkel-Zick-Zack-Borte habe ich heute früh bei Beate entdeckt.
Herzlichen Dank dafür!


Herzliche Grüsse

Barbara


Sonntag, 6. Juni 2010

Mein kleiner Traum in Weiß...



... ist fertig.

Weiß an Weiß.
Mit kleinen Herzchen in Grau.
63 Granny-Squares.
15 verschiedene Muster.
250 Fäden vernäht.
So schön wie ich es mir vorgestellt und gewünscht hatte.

Größe: ca. 100x75 cm
Die Rückseite in Himmelblau mit Rosen.
Als verspielter Farbtupfer ohne die von mir empfundene Eleganz zu nehmen.

Garn: Schachenmayr Catania
Stoff: Rosalie vom großen Schweden ;)
Nadel: 2,5 mm

Hier sieht man die verschiedenen Squares ein wenig besser:

umhäkelt mit jeweils einer Runde feste Maschen und Krebsmaschen

Kleines Fazit:
Das Häkeln der Grannys,das Ausprobieren der verschiedenen Muster,ihre Wirkung in Weiß,die Erkenntnis manche Muster müssen einfach bunt gehäkelt werden,hat mir großen Spaß gemacht.
Das Zusammennähen weniger und das Vernähen der schon erwähnten 250 (!!!) Fäden überhaupt nicht! :)
Ich bin ein bisschen stolz und glücklich durchgehalten zu haben :).

Weiß........
Ich sahe mit betrachtendem Gemüte
jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte,
in kühler Nacht beim Mondenschein;
ich glaubt, es könne nichts von größerer Weiße sein.
Es schien, als wär ein Schnee gefallen;
ein jeder, auch der kleinste Ast,
trug gleichsam eine rechte Last
von zierlich weißen runden Ballen.
Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt,
- indem daselbst des Mondes sanftes Licht
selbst durch die zarten Blätter bricht -
sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat.
Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden
was Weißres aufgefunden werden.
Indem ich nun bald hin, bald her
im Schatten dieses Baumes gehe,
sah ich von ungefähr
durch alle Blumen in die Höhe
und ward noch einen weißern Schein,
der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar,
fast halb darob erstaunt, gewahr.
Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein
bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht
von einem hellen Stern ein weißes Licht,
das mir recht in die Seele strahlte.
Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergötze,
dacht ich, hat er dennoch weit größre Schätze.
Die größte Schönheit dieser Erden
kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.

Barthold Heinrich Brockes/ Kirschblüte bei der Nacht


Herzliche Grüsse

Barbara


Award



Dani hat diesen Award an mich bzw. mein Blog weiter gegeben. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür,ich freue mich.



Nun soll/darf ich ihn weiter geben...und wie immer ist das ziemlich schwierig,denn eigentlich haben alle Blogs einen Award "verdient",weil jedes auf seine ganz eigene Art besonders ist und alle,die bloggen etwas sehr Wertvolles schenken: Zeit.Denn zum Bloggen braucht man Zeit.


Aber damit er hier nicht "hängen bleibt",möchte ich ihn stellvertretend an fünf Blogs weiter reichen:

* Jule / Fadenwirkerin - (auch wenn sie ihn bereits bekommen hat) weil ich sie und ihr Blog einfach mag und sie mich ganz oft inspiriert

*Maren von der anderen Seite - weil sie mich immer wieder mit ihrer kreativen Vielfalt überrascht

*Claudine/ silvermoon - weil ich mich an ihren tollen Schmuck-Kreationen gar nicht "satt sehen" kann

*Jade von White and Shabby - weil sie mich immer wieder zum Träumen und Ausruhen einlädt

*Julia die Basteleule - weil ich mag wenn sie in ihre Farbtöpfe greift



Herzliche Grüsse

Barbara